Review: Gothic Murder: Adventure That Changes Destiny – Eine Maid mit Träumen

Was sind das für Träume die ich jede Nacht habe? Ich kenne die Person doch nicht einmal…

Gothic Murder: Adventure That Changes Destiny ist ein interaktives Mystery-Adventure welches am 23. September 2020 auf Steam und für die Nintendo Switch veröffentlicht wurde. Entwickelt und veröffentlicht wurde es von orange inc. Wer mehr über die Veröffentlichung des Spiels lesen möchte, kann sich gerne unseren Releaseartikel dazu durchlesen.

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Synopsis

Wir befinden uns in England im frühen 20. Jahrhundert. Wir, Ellie, sind gerade frisch in der Villa der Familie Roquiford eingezogen und haben heute unseren ersten Arbeitstag. Doch bereits an unserem ersten Tag verschlafen wir, weil wir einen prophetischen Traum über den Tod eines Menschen hatten. Mit gerade mal zehn Minuten Zeit, um uns anzuziehen, werfen wir uns in unsere Maiduniform und begeben uns zur Eingangshalle. Doch kaum haben wir unsere erste Belehrung über uns ergehen lassen müssen, sehen wir die Person aus unserem Traum. Es ist Mr. Irvin, der aktuelle Graf der Villa. Doch was hat das zu bedeuten…?

Gameplay

Gothic Murder ist ein Mystery-Adventure, und das merkt man. Noch bevor die Story richtig an Fahrt aufnimmt, müssen wir den Übeltäter einer zerbrochenen Statue finden. Hierzu schauen wir uns den Tatort und die jeweiligen Gegenstände an. Nachdem wir den Tatort begutachtet haben, fragen wir mögliche Verdächtige aus. Mithilfe der Gegenstände am Tatort und den Informationen welche wir vorher in Erfahrung gebracht haben, sind wir in der Lage uns zu verteidigen und den wahren Übeltäter ans Licht zu bringen.

Das erste Mystery-Adventure was mir zum Vergleich einfallen würde, wäre Danganronpa. Dieses mal versuchen wir zwar nicht die Verzweiflung aufzuhalten, sondern wollen einen Mord verhindern, aber die Gameplayumsetzung ist ähnlich. Nachdem wir einen Beweis gefunden haben erscheint dieser in unseren Memos und wir können ihn zu jeder Zeit erneut anschauen, mit einem kleinen Hinweistext.

Diese Beweise sind schlussendlich der Gegenstand, mit denen wir jedes einzelne der fünf Mysterien auflösen. Indem wir mit den Verdächtigen reden und unsere Thesen mit Beweisen unterstützen, bringen wir die Übeltäter ans Licht. Die Rätsel selbst sind nicht besonders schwer, aber auch nicht so leicht, dass man ohne Nachdenken einfach durchkommt. Man muss nie wirklich um fünf Ecken denken um ans Ziel zu kommen, da die Rückschlüsse immer sehr unkompliziert sind. Nur muss man der Story schon etwas aufmerksam folgen, um am Ende die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Insgesamt kann man den Mysteryteil auf zwei „Minispiele“ herunterbrechen.

Das erste Minispiel ist das eigentliche Finden der Hinweise, indem man die einzelnen Gegenstände Point-and-Clickmäßig auswählt. Das zweite, deutlich interessantere Minispiel ist das Verhör der einzelnen Personen. Hier muss man die richtigen Antworten geben oder eines der Beweise zeigen. Dieses Verhör ist deutlich schwerer als der Point-and-Click-Teil, da man beim Verhör nur eine bestimme Zahl an Fehlern machen darf. Macht man zu viele Fehler, endet das Spiel in einem Bad Ending.

Dasselbe gilt aber auch für Entscheidungen außerhalb der Verhörungen. Hier kann es auch passieren, dass man eine Entscheidung trift, welche zu einem Bad Ending führt. Dies stellt aber kein Problem da, weil man durch die Chart Funktion schnell wieder an seinem gescheiterten Punkt landen kann.

Bewertung

Gothic Murder ist kein Otome Spiel. Wirklich nicht. Es gibt keine wirklichen romantischen Szenen im Spiel. Im Herzen ist es ein Mystery-Visual-Novel und dafür macht es seinen Job exzellent. Die Nachforschungen über die Geschehnisse in der Villa machen Spaß und bringen einen zum Nachdenken. Was passiert hier wirklich in der Villa? Wer möchte den Grafen tot sehen? All dies sind Fragen, welche mir in meinem Playthrough durch den Kopf geschossen waren. Dies führte dazu, dass ich die Story aktiv mitverfolge und mitgedacht habe. Die Story wurde immer interessanter, je mehr man über die einzelnen Charaktere und ihrer Vergangenheit erfuhr.w

Zum Ende des dritten Chapters, wollte ich meine Switch gar nicht mehr weglegen. Die Art und Weise in welcher die Story stückweise erzählt wird, ist fesselnd. Es fühlt sich nie an, als ob man völlig im Dunkeln gelassen wird. Im Gegenteil. Fast jede Frage, welche im Laufe der Ermittlung aufkommt wird am Ende des Chapters aufgelöst. Dies hat zur Folge das man zwar alle dringenden Fragen beantwortet bekommen hat, aber wirklich schlauer im großen Ganzen wurde man nicht. Dies ist der Auslöser, warum man unbedingt weiter spielen möchte.

In Kombination mit dem simplen aber gut funktionierenden Gameplay, entsteht ein ausgeglichenes Mystery-Visual-Novel.

Es gab jedoch auch ein paar Dinge, welche mir negativ aufgefallen sind. Zum einen sind es diese unglaublich zahlreichen Bad Ends. An fast jeder Entscheidung lässt sich ein Bad End finden. Und wenn man immer wieder in ein Bad End läuft, dann fühlt sich das schon ein wenig frustrierend und auch sinnlos an. Es dauert zwar nicht lange, um wieder zum Entscheidungszeitpunkt zurückzukommen, aber es wirft einen schon aus dem Spielfluss.

Wenn ich die Visual Novel mit einem englischen Wort beschreiben müsste, wäre es: „Convoluted“. Die Story wird zum Ende hin immer komplexer und immer mehr miteinander verwoben. An einigen Stellen fühlt sich die Story auch schon sehr weit hergeholt an. Fast jeder Charakter besitzt seine Geheimnisse, oder hat etwas gemacht um die Story so zu verkomplizieren. Insgesamt hat es zwar alles gut miteinander gepasst, auch während man es gespielt hat. Aber Schlussendlich hat sich die Story schon bloated” angefühlt.

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Fazit

Gothic Murder ist ein tolles Spiel für seinen Preis. Es ist nicht sonderlich lang, aber die Story leidet in keiner Weise darunter. Das Zusammenspiel von Gameplay und Story macht Gothic Murder zu einem angenehmen Spielerlebnis. Die Rätsel treffen eine schöne Balance zwischen Komplexität und Schwierigkeit und die Verhöre sind meist deutlich logischer als in manchen Danganronpa-Trials. Als kurzes, spannendes Mystery-Visual-Novel kann ich Gothic Murder nur empfehlen. Wer jedoch ein Otome-Visual Novel erwartet, der ist hier leider beim falschen Spiel gelandet.

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